augengesundheit

Viele unserer Organe vollbringen Höchstleistungen, doch die Augen stehen ganz oben auf der Liste der körpereigenen Leistungsträger. Sobald wir die Lider aufschlagen, beginnen die Muskel- und Nervenzellen des Sehapparates automatisch mit ihrer Arbeit, damit wir stets gut sehen.

Ganz gleich, ob wir mit dem Auto aus der Sonne in einen Tunnel fahren, das „Kleingedruckte“ lesen, dem Mauszeiger am Bildschirm folgen oder ob ein Ball auf uns zu fliegt. Doch manchmal streiken die Augen, wenn auch eher leise. Eine anfangs kaum merkliche Verschlechterung der Sehleistung oder auch das Gefühl müder Augen am Abend – das kennen viele, doch diese Symptome werden oft nicht ernst genommen

Dabei kann man den eigenen Augen ohne großen Aufwand etwas Gutes tun. Und mit ein bisschen Umsicht lässt sich das Risiko, an Augenleiden wie dem Grünen oder Grauen Star oder schlicht an einer überlastungsbedingten Fehlsichtigkeit zu erkranken, wesentlich reduzieren.


Produkte zum Schutz der Netzhaut erhalten Sie in unseren Filialen.

 
 

spickzettel tränenfilm

Der Tränenfilm entstand in der Frühzeit der Entwicklung des Lebens und sorgt dafür, das vordere Auge durch die Benetzung zu schützen. Sein Aufbau ist dreischichtig – er wird aus drei verschiedenen Drüsen gespeist und benetzt die Lidinnenseite, die Bindehaut und die Hornhaut. Hierdurch wird die Oberfläche des Augapfels glatt und geschmeidig gehalten und das gute Sehen ermöglicht. Die Tränendrüse bildet die wässrige Schicht, die Meibomdrüsen den Lipidfilm und die Becherzellen sorgen für die Muzinschicht (Schleimschicht). Neben der Schutz- und Gleitfunktion sorgt der Tränenfilm auch für die Ernährung der vorderen Schichten der Hornhaut (Cornea).

Die Kenntnis über den Tränenfilm ist unverzichtbar. Er scheint zwar einfach aufgebaut zu sein, stellt aber ein in sich komplexes Geschehen dar, über das derzeit noch viel geforscht wird.

Quelle: "optic und vision" - Magazin für wertige Augenoptik
Ausgabe 02-2015

 
 

da bleibt kein auge trocken

hoffmann & brillen rät zur regelmäßigen Überprüfung des Tränenfilms

In Redewendungen kommen sie vor und werden oft besungen – die Tränen. Sie sind Ausdruck für Melancholie und tiefe  Trauer, aber auch für Freude und Frohsinn. Tränen vergießen. In Tränen zerfließen. Tränen lachen. Tränen lügen nicht. Oder ironisch – Mir kommen gleich die Tränen. Krokodilstränen. Auf die Tränendrüsen drücken. Tränen zeugen von Stimmungen und sind Auswirkung von menschlichen Rührungen.

weiter lesen...

Der Tränenfilm

Dabei haben Tränen noch eine ganz andere Funktion. Eine wichtigere. Eine primäre Bedeutung für das Auge. Eine Schutzfunktion. Es geht um den so genannten Tränenfilm. Dieser soll das Auge vor Trockenheit schützen. Der Tränenfilm ist dreischichtig und wird aus drei Drüsen gespeist. Er benetzt die Lidinnenseite, die Bindehaut und die Hornhaut. Die Oberfläche des Augapfels wird glatt. Die wässrige Schicht wird von der Tränendrüse gebildet. Die Meibomsche Drüse bildet den Lipidfilm und die Becherzellen die Schleimschicht. Ein trockenes Auge brennt, es juckt und es ist oft gerötet. Gerade Frauen können darunter leiden, insbesondere wenn die Menopause ansteht und wenn sie Contactlinsen tragen wollen. Das hat mit verschiedenen Stoffwechselumstellungen zu tun.

Auch junge Menschen betroffen

Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch auch ergeben, dass in neuerer Zeit vor allem bei jüngeren Menschen eine Zunahme des so genannten Trockenen Auges festzustellen ist. Das hat wiederum mit der Veränderung der Lebens- und Arbeitsgewohnheiten zu tun, vor allem mit der Nutzung von elektronischen Geräten und Tätigkeiten am Computer. Der Berliner Wissenschaftler Prof. Erich Knop ist der Meinung, dass der lange und intensive Blick auf die Geräte zu einer höheren Verdunstungsrate des Tränenfilms führt. Die Lidschlagfrequenz reduziere sich, wodurch die Augen nicht oft genug befeuchtet werden. Das Trockene Auge kann jedoch auch eine Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen sein. Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Stress und Depressionen können sich auf das Auge auswirken. Eine routinemäßige Überprüfung des Tränenfilms, besonders bei der Contactlinsenanpassung kann präventiv wirken. Auch bei der Augenglasbestimmung sollte das Trockene Auge berücksichtigt werden.

Unser Tipp: Leidet der Kunde an den Auswirkungen des Trockenen Auges, so kann er selbst etwas tun. Zum Beispiel viel Wasser trinken, regelmäßig Blinzeln und wenn nötig: Augentropfen verwenden. Hierbei ist unbedingt auf die Beratung durch Augenarzt oder Optiker zu achten!

Eine der Ursachen für das Trockene Auge ist die Lidrandentzündung bzw. Dysfunktion der Meibomschen Drüsen in den Augenlidern. Auch hier kann der darunter Leidende vieles für die Lidrandpflege tun. Die Lidränder dürfen zwei Mal täglich gereinigt und gepflegt werden.

Dies kann durch Erwärmung der verklebten Talgdrüsen auf 38 bis 40 Grad geschehen.

Unser Tipp: Warme Umschläge, Wärmegelbrillen, Dinkelsäckchen oder auch warme Teebeutel für 5 – 10 Minuten auf die Augenlider legen. Dann Wattepads mit Pflegelotion tränken und die Lidkanten sanft massieren, um Ablagerungen zu entfernen.

Dann können die geöffneten Drüsengänge den Tränenfilm wieder mit einer gesunden Lipidschicht versorgen und das Auge vor Trockenheit bewahren.   Damit – möglichst – kein Auge trocken bleibt.

Quelle: Sandy Hedig „Wider die Trockenheit“, in: „optic und vision“ 2/15

den augen eine kur gönnen

Begriffe wie "Maculadegeneration" und "Grauer Star" sind heute allgegenwärtig. Altersbedingte Augenerkrankungen, die fast jeder ältere Mensch bekommt – so ist die generelle Meinung. Und eine Operation, um die eingetrübte Linse zu ersetzen – na ja, die macht doch heute schon der Pförtner der Augenklinik. Und ambulant ist sie ohnehin. Doch in der Wirklichkeit sieht es etwas anders aus.

weiter lesen...

Der Graue Star ist nicht immer eine altersbedingte Augenerkrankung. Sie ist vielmehr auch der heutigen modernen Zeit zuzuordnen. Das betrifft besonders Faktoren wie höhere Lebenserwartung und damit höhere Abnutzung der Linse, aber auch moderne Technik, starke Lichtbelastungen durch moderne Medien oder blaues Licht. Die Anforderungen an die Augen und die Belastungen haben stark zugenommen.

Augenerkrankungen werden oft sehr spät bemerkt, denn sie tun nicht weh und sie haben eine Vorlaufzeit von etwa 20 Jahren. Der Graue Star kommt also schleichend daher. Man sieht irgendwie schlierig oder vielleicht auch doppelt. Weitere Symptome sind vor allem eine Blendungsempfindlichkeit, eingeschränktes räumliches Sehen oder Probleme beim Lesen. 

Prävention ist hier sehr wichtig. Also Lichtschutz für Menschen, die viel im Freien arbeiten! Blaues Licht spiellt hier eine wichtige Rolle.

Das blaue Licht hat also eine gute Seite. Es wird von der Augenlinse absorbiert. Auf der anderen Seite kann zu viel blaues Licht die Augen schädigen, denn die Trübung der Augenlinse, also der graue Star bzw. Katarakt wird weiter gefördert. Und auch die Netzhaut wird geschädigt. Hier spricht man von Maculadegeneration.

Unser Tipp: Geben Sie Ihren Augen einen Schutz, der auch wirklich hält, was die Werbung verspricht. Tragen Sie Sonnenschutzgläser mit Blaulichtdämpfer, die mindestens 60 Prozent des blauen Lichtes absorbieren. hoffmann & brillen bieten diese kontraststeigernden Brillengläser auch als ColorMatic-Brillengläser an. Diese modischen aber auch gesunden Brillengläser werden in Deutschland produziert und angefertigt. Fragen Sie direkt nach diesen Bläudämpfer-Brillengläser.

Bei künstlichen Lichtquellen, mit denen wir nahezu täglich zu tun haben, wie PC’s, Telefone, Handys, Fernsehen, Bürolicht gilt ebenso, die Augen vor Blaulicht zu schützen. Durch Gläser   speziellen Entspiegelung werden die Augen bis zu 20 Prozent vor blauem Licht geschützt. Die Sonnenschutzgläser sind in verschiedenen Varianten erhältlich.

Polarisierende Sonnenschutzgläser mit Blaudämpfer sind nicht nur eine Prävention vor Augenerkrankungen, sondern sie bieten einen zusätzlichen, entspannten Sehkomfort.

Unser Tipp: Ist Ihnen ein grauer Star bereits bekannt oder planen Sie gemeinsam mit Ihrem medizinischen Ratgeber – Augenarzt oder auch Optiker – eine Operation, dann sollten Sie diesen Augenschutz dringend und regelmäßig vor einer OP tragen. Nach der OP sollten Sie darauf achten, dass die Netzhaut – Macula – durch spezielle Sonnenschutzgläser weiter geschützt bleibt.

Und auch das ist wichtig: Fragen Sie Ihren Augenarzt vor der Operation nach einer speziellen Augenlinse zum Schutz ihrer Netzhaut.

Beim nicht geschädigten Auge befindet sich vor der Netzhaut eine gelbe Schutzschicht. Der Erhalt dieser so genannten inneren Sonnenbrille hat auch etwas  mit unserer Ernährung zu tun. Eine ausreichende Versorgung mit orangegelben Carotinoiden reduziert das Risiko der Entstehung des grauen Stars oder einer Maculadegeneration.

Regelmäßige Zufuhr von Vitamin E und C, kann das Risiko eines grauen Star um 50  bis 60 Prozent senken. Auch die Carotinoide Lutein und Astaxanthin schützen die Augenlinse. Bei häufiger Belastung wäre eine dauerhafte Einnahme ratsam.

Augenkuren sind empfehlenswert für Menschen, die viel am Computer   arbeiten, für Autofahrer und alle, die sich   beruflich viel im Freien aufhalten. Aber auch für Sportler, die viel im Freien trainieren, für Urlauber, die sich viel an der frischen Luft aufhalten, wie Wanderer.

Unser Tipp: Gönnen Sie den Augen eine Kur. Wir beraten Sie gern.

weitere informationen

Für weitere Informationen empfehlen wir Euch die nachfolgende Internetseite:  www.eyecare-augenkur.de

 

Quelle: www.eyecare-augenkur.eu

trockene augen

Trockene Augen ist eine der häufigsten Augenerkrankungen. Die Behandlung erfordert eine individuelle Herangehensweise.

Unter dem Krankheitsbild des  sogenannten „Trockenen Auge“ (Kerato- Konjunktivitis sicca – Sicca-Syndrom) versteht man eine Störung der Benetzung der Augenoberfläche (Benetzungsstörung). Diese krankhafte Veränderung des Tränenfilms kann durch Tränenmangel oder exzessive Verdunstung ausgelöst werden. Folgen dieser Benetzungsstörung können u.a. Schäden der Augenoberfläche und entzündliche Vorgänge am Auge sein. Das „Trockene Auge“ ist eine der häufigsten Augenerkrankungen.

weiter lesen...

Die Augenoberfläche und der Tränenfilm

Die Augenoberfläche wird von der Bindehaut und der Hornhaut gebildet, diese ist von einer hauchdünnen Flüssigkeitsschicht überzogen, dem Tränenfilm. Der Tränenfilm ist von besonderer Wichtigkeit für die Funktion und Gesundheit des Auges. Der Tränenfilm besteht nach dem klassischen Denkmodell aus drei Schichten, der inneren Muzinschicht, der wässrigen Schicht und der äußeren Lipidschicht.

  1. Muzinschicht: sie ist eine Schleimschicht, die direkt auf der wasserabstoßenden Augenoberfläche – der Hornhaut – aufliegt. Sie gleicht Unebenheiten aus und ermöglicht erst den anderen Komponenten des Tränenfilms die Ausbreitung auf der Augenoberfläche.
  2. Wässrige Schicht: Sie enthält Nährstoffe, Enzyme und Antikörper, und ist v.a. für die Versorgung der Hornhaut und Befeuchtung des äußeren Auges verantwortlich.
    Die wässrige Schicht wird von den Tränendrüsen gebildet. Eine alleinige Störung der wässrigen Schicht, d.h. ein tatsächlicher Tränenmangel ist selten und wurde lediglich bei 8 % der Betroffenen festgestellt 1 .
  3. Lipidschicht: Die Hauptaufgabe der Lipidschicht besteht darin, die Verdunstung der Tränenflüssigkeit zu minimieren. Eine intakte Lipidschicht kann die Verdunstung der Tränenflüssigkeit bis zu 95 % vermindern 1 . Außerdem ist sie für die Stabilisierung des gesamten Tränenfilms zuständig und sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit nicht einfach über die Lidkante abläuft (tränende Augen). Die Fettmoleküle (Lipide) der Lipidschicht werden von den Meibom-Drüsen im Lidrand gebildet. Bei jedem Lidschlag werden Lipide über Öffnungen an den Lidkanten auf den Lidrand abgegeben, von wo sie auf den Tränenfilm gelangen und die Lipidschicht bilden.
    Bei fast 80 % der Betroffenen wird das Trockene Auge durch eine Störung der Lipidschicht verursacht 2 , was zu einer stark erhöhten Verdunstung der natürlichen Tränenflüssigkeit führt.

1  Lozato PA, Pisella PJ, Baudouin C. Phase lipidique du film lacrymal: physiologie et pathologie. J Fr Ophtalmol. 2001; 24: 643-658 2   Heiligenhaus A, Koch JM, Kruse FE, Schwarz C, Waubke TN. Diagnostik und Differenzierung von Benetzungsstörungen. Ophthalmologe 1995; 92: 6-11

Symptome und Beschwerden - häufig sind mehrere Symptome bemerkbar:

  • Fremdkörper- und Trockenheitsgefühl (“Sandkorngefühl” im Auge)
  • Müdigkeit der Augen
  • Brennen, Rötungen und Juckreiz der Augen
  • Sehstörungen, Schmerzen und Bindehautrötung
  • Tränende Augen
  • Druckgefühl am Auge
  • Schweregefühl der Lider und Verklebte Augenlider
  • Lichtempfindlichkeit der Augen
  • geschwollene und/oder entzündete Lidränder
  • Unverträglichkeiten von Kosmetika (z. B. Kajalstifte)
  • Eingeschränkter Tragekomfort von Kontaktlinsen bis hin zur Unverträglichkeit

Ursachen

  • Bildschirm-, Computerarbeit sog. “Office Eye Syndrom”
  • Umweltbelastungen
  • Niedrige Luftfeuchtigkeit (z.B. durch Klimaanlagen in Büro, Auto, Flugzeug)
  • Hormonelle Umstellungen oder Hormonmangel (z.B. in den Wechseljahren oder beim Sjögren-Syndrom)
  • Lidrandentzündungen
  • Allgemeinerkrankungen
  • Einnahme von Medikamenten (z.B. Psychopharmaka, Schlafmittel, Betablocker, Hormone, Antiallergika)
  • Kontaktlinsen
  • Chirurgische Eingriffe am Auge (z.B. LASIK/LASEK, Katarakt-Operationen)

Diagnose

Die Diagnose Trockenes Auge stützt sich primär auf die Beschreibung der Beschwerden durch den Betroffenen als auch auf die Ergebnisse unterschiedlicher Untersuchungen durch den Augenarzt.

Behandlung

Lipidsubstitution

Liposomale Augensprays werden auf das geschlossene Auge gesprüht. Die enthaltenen Phospholipid-Liposomen (z.B. bei TEARS AGAIN®) werden dabei u.a. auf den Lidrand gesprüht, hier befinden sich auch die körpereigenen Lipide. Durch die zugeführten Phospholipide wird die Lipidschicht des Tränenfilms stabilisiert, was zu einem normalen Verdunstungsschutz und zur Erhaltung der natürlichen Tränenflüssigkeit führt. Bei fast 80 % der Betroffenen ist eine Störung der Lipidschicht die Haupursache für das Trockene Auge 3 , was zu einer stark erhöhten Verdunstung der natürlichen Tränenflüssigkeit führt. TEARS AGAIN® liposomales Augenspray gibt es in jeder Apotheke.

Tränenersatzmittel

Tränenersatzmittel (“Künstliche Tränen”, Augentropfen) werden als Mehrdosenbehältnis oder Einmaldosenbehältnis angeboten. Sie werden in den Bindehautsack des Auges eingetropft, durch sie wird die wässrige Schicht des Tränenfilms ergänzt. Natriumhyaluronat hat sich hierbei für die Augenbefeuchtung als ideal erwiesen, es haftet sehr gut auf der Augenoberfläche und bildet einen gleichmäßigen Feuchtigkeitsfilm auf dem Auge. Die alleinige Behandlung mit Tränenersatzmitteln ist aber nur sinnvoll, wenn eine alleinige Störung der wässrigen Schicht vorliegt (also nur bei 8 % der Patienten) 2 . Häufig kann auch eine Kombinationstherapie mit Augenspray und Augentropfen sinnvoll sein.

Verschluss der Tränenpünktchen

In manchen Fällen wird das Ablaufen der Tränen durch zeitweisen Verschluss der Tränenpünktchen mit einem kleinen Stöpsel (Punctum-plug) verlangsamt, sodass die Tränen länger auf der Augenoberfläche verweilen.

Lidrandpflege - chronische Lidrandentzündung als Folge oder Ursache Trockener Augen

Die Lidrandpflege ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, wenn eine Lidrandentzündung vorliegt. Durch das Lösen von Verkrustungen an den Lidkanten soll der Abfluss aus den Meibomschen Drüsen (welche die Lipidschicht des Tränenfilms produzieren) verbessert werden. Solange die Lidränder nicht wirklich reizfrei sind, sollte auch möglichst auf Kosmetika am und ums Auge verzichtet werden.

2  Lozato PA, Pisella PJ, Baudouin C. Phase lipidique du film lacrymal: physiologie et pathologie. J Fr Ophtalmol. 2001; 24: 643-658 
3   Heiligenhaus A, Koch JM, Kruse FE, Schwarz C, Waubke TN. Diagnostik und Differenzierung von Benetzungsstörungen. Ophthalmologe 1995; 92: 6-11

Quelle: Optima Pharmazeutische GmbH, Wang | www.optimapharma.de

tränende augen

Von Tränenden Augen spricht man, wenn die Augen mehr tränen als gewöhnlich und dies dauerhaft bestehen bleibt.

weiter lesen...

Ursachen

  • Fremdkörper
    Staubkörner, Wimpern, kleine Fliegen können zu verstärktem Tränenfluss führen, der Körper versucht den Fremdkörper dadurch aus dem Auge „auszuspülen“.
  • Trockene Augen
    Tränende Augen können ein Zeichen für eine Beeinträchtigung der Augenbefeuchtung sein. Durch eine erhöhte Tränenproduktion versucht das Auge dies auszugleichen, was wiederum dazu führen kann, dass die erhöhte Tränenmenge nicht an der Augenoberfläche gehalten werden kann, als Folge fließt diese als Tränen ab.
  • Umwelteinflüsse
    Verschiedenste Umwelteinflüsse können zu reflexartiger Tränenproduktion führen z.B. Staub, Russ, zu geringe Luftfeuchtigkeit, Bildschirmverwendung bei der Arbeit und Freizeit, Kontaktlinsen, große Temperaturunterschiede (z.B. im Winter - Heizungsluft/Frischluft), Wind, helles Licht durch Sonneneinstrahlung
  • Allergien und Unverträglichkeiten
    Allergische Reaktion und Unverträglichkeiten können die Augenoberfläche reizen und einen erhöhten Tränenfluss auslösen z.B. Kosmetika und Cremes die am/um das Auge aufgetragen werden, Heuschnupfen und Pollen
  • Erkrankungen und Verletzungen
    Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Fehlstellungen der Lider, verstopfte oder blockierte Tränenkanäle, Erkältung
  • Fehlsichtigkeit
    Eine falsch korrigierte Fehlsichtigkeit kann das Auge ebenfalls reizen und zu einem erhöhten Tränenfluss führen.

Quelle: Optima Pharmazeutische GmbH, Wang | www.optimapharma.de

meibom-drüsen-dysfunktion

Meibom-Drüsen-Dysfunktion ist eine der häufigsten Ursachen für Trockene Augen, in der Regel liegt hierbei eine Funktionsstörung der Meibom-Drüsen (auch: Meibomsche Drüsen) vor. Zirka 70 Meibom-Drüsen befinden sich im Ober- und Unterlid des Auges. Meibom-Drüsen sind Talgdrüsen, die ein öliges Sekret bilden das durch den Lidschlag die Lipidschicht des Tränenfilms bildet und diesen vor der Verdunstung schützt. Wenn die Zusammensetzung ihres Sekrets aus dem Gleichgewicht gerät, spricht man von einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MDD) – auch hintere Blepharitis genannt.

weiter lesen...

In der Folge kann sich zunächst das Augenlid entzünden und später auch die Binde- und Hornhaut. Betroffene leiden dann unter brennenden Augen und gerötete Lidrändern. Die Entzündung des Lidrandes stört die Lipidschicht des Tränenfilms. Es klingt zwar paradox aber die Form des Trockenen Auges, welche auf einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion basiert, kann mit verstärktem Tränenfluss verbunden sein. Aus diesem Grund sind in diesem Fall tränende Augen ein ernstzunehmendes Warnzeichen. Wenn nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen wird, verschließen sich häufig die Drüsenöffnungen komplett und es entstehen „Hagelkörner“. Vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren sind betroffen.

Die Liderwärmung und -reinigung, die jeweils täglich über drei Monate und länger hinweg erfolgt, ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Gegen das Trockenheitsgefühl helfen u.a. Tränenersatzmittel und liposomales Augenspray. Wer bereits unter einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion  leidet, sollte beim Tragen von Kontaktlinsen Vorsicht walten lassen. Die Lidränder sind durch die Entzündung empfindlicher, dies kann dazu führen, dass Kontaktlinsen weniger gut vertragen werden. Umso wichtiger ist hier eine regemäßige Lidrandpflege.

Quelle: Optima Pharmazeutische GmbH, Wang | www.optimapharma.de

gesunde augen

Für weitere interessante Informationen rund um das Thema gesunde Augen empfehlen wir euch die folgende Internetseite:

www.gesunde-augen.weebly.com

Auch findet Ihr dort informative Videos zum Thema Augenerkrankungen:

www.gesunde-augen.weebly.com/videos.html

Sondervortrag zur Woche des Sehens 2016 - "Eye&Brain Care - Die Gesunderhaltung unserer Augen im Fokus der Wissenschaft" from active4ever on Vimeo.

 
 
beraten lassen
 
 
 
 

augengesundheit

Viele unserer Organe vollbringen Höchstleistungen, doch die Augen stehen ganz oben auf der Liste der körpereigenen Leistungsträger. Sobald wir die Lider aufschlagen, beginnen die Muskel- und Nervenzellen des Sehapparates automatisch mit ihrer Arbeit, damit wir stets gut sehen.

Ganz gleich, ob wir mit dem Auto aus der Sonne in einen Tunnel fahren, das „Kleingedruckte“ lesen, dem Mauszeiger am Bildschirm folgen oder ob ein Ball auf uns zu fliegt. Doch manchmal streiken die Augen, wenn auch eher leise. Eine anfangs kaum merkliche Verschlechterung der Sehleistung oder auch das Gefühl müder Augen am Abend – das kennen viele, doch diese Symptome werden oft nicht ernst genommen

Dabei kann man den eigenen Augen ohne großen Aufwand etwas Gutes tun. Und mit ein bisschen Umsicht lässt sich das Risiko, an Augenleiden wie dem Grünen oder Grauen Star oder schlicht an einer überlastungsbedingten Fehlsichtigkeit zu erkranken, wesentlich reduzieren.

Augengesundheit

spickzettel tränenfilm

Der Tränenfilm entstand in der Frühzeit der Entwicklung des Lebens und sorgt dafür, das vordere Auge durch die Benetzung zu schützen. Sein Aufbau ist dreischichtig – er wird aus drei verschiedenen Drüsen gespeist und benetzt die Lidinnenseite, die Bindehaut und die Hornhaut. Hierdurch wird die Oberfläche des Augapfels glatt und geschmeidig gehalten und das gute Sehen ermöglicht. Die Tränendrüse bildet die wässrige Schicht, die Meibomdrüsen den Lipidfilm und die Becherzellen sorgen für die Muzinschicht (Schleimschicht). Neben der Schutz- und Gleitfunktion sorgt der Tränenfilm auch für die Ernährung der vorderen Schichten der Hornhaut (Cornea).

Die Kenntnis über den Tränenfilm ist unverzichtbar. Er scheint zwar einfach aufgebaut zu sein, stellt aber ein in sich komplexes Geschehen dar, über das derzeit noch viel geforscht wird.

Quelle: "optic und vision" - Magazin für wertige Augenoptik
Ausgabe 02-2015

da bleibt kein auge trocken

hoffmann & brillen rät zur regelmäßigen Überprüfung des Tränenfilms

In Redewendungen kommen sie vor und werden oft besungen – die Tränen. Sie sind Ausdruck für Melancholie und tiefe  Trauer, aber auch für Freude und Frohsinn. Tränen vergießen. In Tränen zerfließen. Tränen lachen. Tränen lügen nicht. Oder ironisch – Mir kommen gleich die Tränen. Krokodilstränen. Auf die Tränendrüsen drücken. Tränen zeugen von Stimmungen und sind Auswirkung von menschlichen Rührungen.

weiter lesen...

Der Tränenfilm

Dabei haben Tränen noch eine ganz andere Funktion. Eine wichtigere. Eine primäre Bedeutung für das Auge. Eine Schutzfunktion. Es geht um den so genannten Tränenfilm. Dieser soll das Auge vor Trockenheit schützen. Der Tränenfilm ist dreischichtig und wird aus drei Drüsen gespeist. Er benetzt die Lidinnenseite, die Bindehaut und die Hornhaut. Die Oberfläche des Augapfels wird glatt. Die wässrige Schicht wird von der Tränendrüse gebildet. Die Meibomsche Drüse bildet den Lipidfilm und die Becherzellen die Schleimschicht. Ein trockenes Auge brennt, es juckt und es ist oft gerötet. Gerade Frauen können darunter leiden, insbesondere wenn die Menopause ansteht und wenn sie Contactlinsen tragen wollen. Das hat mit verschiedenen Stoffwechselumstellungen zu tun.

Auch junge Menschen betroffen

Wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch auch ergeben, dass in neuerer Zeit vor allem bei jüngeren Menschen eine Zunahme des so genannten Trockenen Auges festzustellen ist. Das hat wiederum mit der Veränderung der Lebens- und Arbeitsgewohnheiten zu tun, vor allem mit der Nutzung von elektronischen Geräten und Tätigkeiten am Computer. Der Berliner Wissenschaftler Prof. Erich Knop ist der Meinung, dass der lange und intensive Blick auf die Geräte zu einer höheren Verdunstungsrate des Tränenfilms führt. Die Lidschlagfrequenz reduziere sich, wodurch die Augen nicht oft genug befeuchtet werden. Das Trockene Auge kann jedoch auch eine Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen sein. Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Stress und Depressionen können sich auf das Auge auswirken. Eine routinemäßige Überprüfung des Tränenfilms, besonders bei der Contactlinsenanpassung kann präventiv wirken. Auch bei der Augenglasbestimmung sollte das Trockene Auge berücksichtigt werden.

Unser Tipp: Leidet der Kunde an den Auswirkungen des Trockenen Auges, so kann er selbst etwas tun. Zum Beispiel viel Wasser trinken, regelmäßig Blinzeln und wenn nötig: Augentropfen verwenden. Hierbei ist unbedingt auf die Beratung durch Augenarzt oder Optiker zu achten!

Eine der Ursachen für das Trockene Auge ist die Lidrandentzündung bzw. Dysfunktion der Meibomschen Drüsen in den Augenlidern. Auch hier kann der darunter Leidende vieles für die Lidrandpflege tun. Die Lidränder dürfen zwei Mal täglich gereinigt und gepflegt werden. Dies kann durch Erwärmung der verklebten Talgdrüsen auf 38 bis 40 Grad geschehen.

Unser Tipp: Warme Umschläge, Wärmegelbrillen, Dinkelsäckchen oder auch warme Teebeutel für 5 – 10 Minuten auf die Augenlider legen. Dann Wattepads mit Pflegelotion tränken und die Lidkanten sanft massieren, um Ablagerungen zu entfernen.

Dann können die geöffneten Drüsengänge den Tränenfilm wieder mit einer gesunden Lipidschicht versorgen und das Auge vor Trockenheit bewahren.   Damit – möglichst – kein Auge trocken bleibt.

Quelle: Sandy Hedig „Wider die Trockenheit“, in: „optic und vision“ 2/15

den augen eine kur gönnen

Begriffe wie   Maculadegeneration   und   Grauer Star   sind heute allgegenwärtig. Altersbedingte Augenerkrankungen, die fast jeder ältere Mensch bekommt – so ist die generelle Meinung. Und eine Operation, um die eingetrübte Linse zu ersetzen – na ja, die macht doch heute schon der Pförtner der Augenklinik. Und ambulant ist sie ohnehin. Doch in der Wirklichkeit sieht es etwas anders aus.

weiter lesen...

Der Graue Star ist nicht immer eine altersbedingte Augenerkrankung. Sie ist vielmehr auch der heutigen modernen Zeit zuzuordnen. Das betrifft besonders Faktoren wie höhere Lebenserwartung und damit höhere Abnutzung der Linse, aber auch moderne Technik, starke Lichtbelastungen durch moderne Medien oder blaues Licht. Die Anforderungen an die Augen und die Belastungen haben stark zugenommen.

Augenerkrankungen werden oft sehr spät bemerkt, denn sie tun nicht weh und sie haben eine Vorlaufzeit von etwa 20 Jahren. Der Graue Star kommt also schleichend daher. Man sieht irgendwie schlierig oder vielleicht auch doppelt. Weitere Symptome sind vor allem eine Blendungsempfindlichkeit, eingeschränktes räumliches Sehen oder Probleme beim Lesen. 

Prävention ist hier sehr wichtig. Also Lichtschutz für Menschen, die viel im Freien arbeiten! Blaues Licht spiellt hier eine wichtige Rolle.

Das blaue Licht hat also eine gute Seite. Es wird von der Augenlinse absorbiert. Auf der anderen Seite kann zu viel blaues Licht die Augen schädigen, denn die Trübung der Augenlinse, also der graue Star bzw. Katarakt wird weiter gefördert. Und auch die Netzhaut wird geschädigt. Hier spricht man von Maculadegeneration.

Unser Tipp: Geben Sie Ihren Augen einen Schutz, der auch wirklich hält, was die Werbung verspricht. Tragen Sie Sonnenschutzgläser mit Blaulichtdämpfer, die mindestens 60 Prozent des blauen Lichtes absorbieren. hoffmann & brillen bieten diese kontraststeigernden Brillengläser auch als ColorMatic-Brillengläser an. Diese modischen aber auch gesunden Brillengläser werden in Deutschland produziert und angefertigt. Fragen Sie direkt nach diesen Bläudämpfer-Brillengläser.

Bei künstlichen Lichtquellen, mit denen wir nahezu täglich zu tun haben, wie PC’s, Telefone, Handys, Fernsehen, Bürolicht gilt ebenso, die Augen vor Blaulicht zu schützen. Durch Gläser   speziellen Entspiegelung werden die Augen bis zu 20 Prozent vor blauem Licht geschützt. Die Sonnenschutzgläser sind in verschiedenen Varianten erhältlich.

Polarisierende Sonnenschutzgläser mit Blaudämpfer sind nicht nur eine Prävention vor Augenerkrankungen, sondern sie bieten einen zusätzlichen, entspannten Sehkomfort.

Unser Tipp: Ist Ihnen ein grauer Star bereits bekannt oder planen Sie gemeinsam mit Ihrem medizinischen Ratgeber – Augenarzt oder auch Optiker – eine Operation, dann sollten Sie diesen Augenschutz dringend und regelmäßig vor einer OP tragen. Nach der OP sollten Sie darauf achten, dass die Netzhaut – Macula – durch spezielle Sonnenschutzgläser weiter geschützt bleibt.

Und auch das ist wichtig: Fragen Sie Ihren Augenarzt vor der Operation nach einer speziellen Augenlinse zum Schutz ihrer Netzhaut.

Beim nicht geschädigten Auge befindet sich vor der Netzhaut eine gelbe Schutzschicht. Der Erhalt dieser so genannten inneren Sonnenbrille hat auch etwas  mit unserer Ernährung zu tun. Eine ausreichende Versorgung mit orangegelben Carotinoiden reduziert das Risiko der Entstehung des grauen Stars oder einer Maculadegeneration.

Regelmäßige Zufuhr von Vitamin E und C, kann das Risiko eines grauen Star um 50  bis 60 Prozent senken. Auch die Carotinoide Lutein und Astaxanthin schützen die Augenlinse. Bei häufiger Belastung wäre eine dauerhafte Einnahme ratsam.

Augenkuren sind empfehlenswert für Menschen, die viel am Computer   arbeiten, für Autofahrer und alle, die sich   beruflich viel im Freien aufhalten. Aber auch für Sportler, die viel im Freien trainieren, für Urlauber, die sich viel an der frischen Luft aufhalten, wie Wanderer.

Unser Tipp: Gönnen Sie den Augen eine Kur. Wir beraten Sie gern.

weitere informationen

Für weitere Informationen empfehlen wir Euch die nachfolgende Internetseite:  www.eyecare-augenkur.de

 

Quelle: www.eyecare-augenkur.eu

trockene augen

Trockene Augen ist eine der häufigsten Augenerkrankungen. Die Behandlung erfordert eine individuelle Herangehensweise.

Unter dem Krankheitsbild des  sogenannten „Trockenen Auge“ (Kerato- Konjunktivitis sicca – Sicca-Syndrom) versteht man eine Störung der Benetzung der Augenoberfläche (Benetzungsstörung). Diese krankhafte Veränderung des Tränenfilms kann durch Tränenmangel oder exzessive Verdunstung ausgelöst werden. Folgen dieser Benetzungsstörung können u.a. Schäden der Augenoberfläche und entzündliche Vorgänge am Auge sein. Das „Trockene Auge“ ist eine der häufigsten Augenerkrankungen.

weiter lesen...

Die Augenoberfläche und der Tränenfilm

Die Augenoberfläche wird von der Bindehaut und der Hornhaut gebildet, diese ist von einer hauchdünnen Flüssigkeitsschicht überzogen, dem Tränenfilm. Der Tränenfilm ist von besonderer Wichtigkeit für die Funktion und Gesundheit des Auges. Der Tränenfilm besteht nach dem klassischen Denkmodell aus drei Schichten, der inneren Muzinschicht, der wässrigen Schicht und der äußeren Lipidschicht.

  1. Muzinschicht: sie ist eine Schleimschicht, die direkt auf der wasserabstoßenden Augenoberfläche – der Hornhaut – aufliegt. Sie gleicht Unebenheiten aus und ermöglicht erst den anderen Komponenten des Tränenfilms die Ausbreitung auf der Augenoberfläche.
  2. Wässrige Schicht: Sie enthält Nährstoffe, Enzyme und Antikörper, und ist v.a. für die Versorgung der Hornhaut und Befeuchtung des äußeren Auges verantwortlich.
    Die wässrige Schicht wird von den Tränendrüsen gebildet. Eine alleinige Störung der wässrigen Schicht, d.h. ein tatsächlicher Tränenmangel ist selten und wurde lediglich bei 8 % der Betroffenen festgestellt 1 .
  3. Lipidschicht: Die Hauptaufgabe der Lipidschicht besteht darin, die Verdunstung der Tränenflüssigkeit zu minimieren. Eine intakte Lipidschicht kann die Verdunstung der Tränenflüssigkeit bis zu 95 % vermindern 1 . Außerdem ist sie für die Stabilisierung des gesamten Tränenfilms zuständig und sorgt dafür, dass die Tränenflüssigkeit nicht einfach über die Lidkante abläuft (tränende Augen). Die Fettmoleküle (Lipide) der Lipidschicht werden von den Meibom-Drüsen im Lidrand gebildet. Bei jedem Lidschlag werden Lipide über Öffnungen an den Lidkanten auf den Lidrand abgegeben, von wo sie auf den Tränenfilm gelangen und die Lipidschicht bilden.
    Bei fast 80 % der Betroffenen wird das Trockene Auge durch eine Störung der Lipidschicht verursacht 2 , was zu einer stark erhöhten Verdunstung der natürlichen Tränenflüssigkeit führt.

1  Lozato PA, Pisella PJ, Baudouin C. Phase lipidique du film lacrymal: physiologie et pathologie. J Fr Ophtalmol. 2001; 24: 643-6582   Heiligenhaus A, Koch JM, Kruse FE, Schwarz C, Waubke TN. Diagnostik und Differenzierung von Benetzungsstörungen. Ophthalmologe 1995; 92: 6-11

Symptome und Beschwerden - häufig sind mehrere Symptome bemerkbar:

  • Fremdkörper- und Trockenheitsgefühl (“Sandkorngefühl” im Auge)
  • Müdigkeit der Augen
  • Brennen, Rötungen und Juckreiz der Augen
  • Sehstörungen, Schmerzen und Bindehautrötung
  • Tränende Augen
  • Druckgefühl am Auge
  • Schweregefühl der Lider und Verklebte Augenlider
  • Lichtempfindlichkeit der Augen
  • geschwollene und/oder entzündete Lidränder
  • Unverträglichkeiten von Kosmetika (z. B. Kajalstifte)
  • Eingeschränkter Tragekomfort von Kontaktlinsen bis hin zur Unverträglichkeit

Ursachen

  • Bildschirm-, Computerarbeit sog. “Office Eye Syndrom”
  • Umweltbelastungen
  • Niedrige Luftfeuchtigkeit (z.B. durch Klimaanlagen in Büro, Auto, Flugzeug)
  • Hormonelle Umstellungen oder Hormonmangel (z.B. in den Wechseljahren oder beim Sjögren-Syndrom)
  • Lidrandentzündungen
  • Allgemeinerkrankungen
  • Einnahme von Medikamenten (z.B. Psychopharmaka, Schlafmittel, Betablocker, Hormone, Antiallergika)
  • Kontaktlinsen
  • Chirurgische Eingriffe am Auge (z.B. LASIK/LASEK, Katarakt-Operationen)

Diagnose

Die Diagnose Trockenes Auge stützt sich primär auf die Beschreibung der Beschwerden durch den Betroffenen als auch auf die Ergebnisse unterschiedlicher Untersuchungen durch den Augenarzt.

Behandlung

Lipidsubstitution

Liposomale Augensprays werden auf das geschlossene Auge gesprüht. Die enthaltenen Phospholipid-Liposomen (z.B. bei TEARS AGAIN®) werden dabei u.a. auf den Lidrand gesprüht, hier befinden sich auch die körpereigenen Lipide. Durch die zugeführten Phospholipide wird die Lipidschicht des Tränenfilms stabilisiert, was zu einem normalen Verdunstungsschutz und zur Erhaltung der natürlichen Tränenflüssigkeit führt. Bei fast 80 % der Betroffenen ist eine Störung der Lipidschicht die Haupursache für das Trockene Auge 3 , was zu einer stark erhöhten Verdunstung der natürlichen Tränenflüssigkeit führt. TEARS AGAIN® liposomales Augenspray gibt es in jeder Apotheke.

Tränenersatzmittel

Tränenersatzmittel (“Künstliche Tränen”, Augentropfen) werden als Mehrdosenbehältnis oder Einmaldosenbehältnis angeboten. Sie werden in den Bindehautsack des Auges eingetropft, durch sie wird die wässrige Schicht des Tränenfilms ergänzt. Natriumhyaluronat hat sich hierbei für die Augenbefeuchtung als ideal erwiesen, es haftet sehr gut auf der Augenoberfläche und bildet einen gleichmäßigen Feuchtigkeitsfilm auf dem Auge. Die alleinige Behandlung mit Tränenersatzmitteln ist aber nur sinnvoll, wenn eine alleinige Störung der wässrigen Schicht vorliegt (also nur bei 8 % der Patienten) 2 . Häufig kann auch eine Kombinationstherapie mit Augenspray und Augentropfen sinnvoll sein.

Verschluss der Tränenpünktchen

In manchen Fällen wird das Ablaufen der Tränen durch zeitweisen Verschluss der Tränenpünktchen mit einem kleinen Stöpsel (Punctum-plug) verlangsamt, sodass die Tränen länger auf der Augenoberfläche verweilen.

Lidrandpflege - chronische Lidrandentzündung als Folge oder Ursache Trockener Augen

Die Lidrandpflege ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, wenn eine Lidrandentzündung vorliegt. Durch das Lösen von Verkrustungen an den Lidkanten soll der Abfluss aus den Meibomschen Drüsen (welche die Lipidschicht des Tränenfilms produzieren) verbessert werden. Solange die Lidränder nicht wirklich reizfrei sind, sollte auch möglichst auf Kosmetika am und ums Auge verzichtet werden.

2  Lozato PA, Pisella PJ, Baudouin C. Phase lipidique du film lacrymal: physiologie et pathologie. J Fr Ophtalmol. 2001; 24: 643-658 
3   Heiligenhaus A, Koch JM, Kruse FE, Schwarz C, Waubke TN. Diagnostik und Differenzierung von Benetzungsstörungen. Ophthalmologe 1995; 92: 6-11

Quelle: Optima Pharmazeutische GmbH, Wang | www.optimapharma.de

tränende augen

Von Tränenden Augen spricht man, wenn die Augen mehr tränen als gewöhnlich und dies dauerhaft bestehen bleibt.

weiter lesen...

Ursachen

  • Fremdkörper
    Staubkörner, Wimpern, kleine Fliegen können zu verstärktem Tränenfluss führen, der Körper versucht den Fremdkörper dadurch aus dem Auge „auszuspülen“.
  • Trockene Augen
    Tränende Augen können ein Zeichen für eine Beeinträchtigung der Augenbefeuchtung sein. Durch eine erhöhte Tränenproduktion versucht das Auge dies auszugleichen, was wiederum dazu führen kann, dass die erhöhte Tränenmenge nicht an der Augenoberfläche gehalten werden kann, als Folge fließt diese als Tränen ab.
  • Umwelteinflüsse
    Verschiedenste Umwelteinflüsse können zu reflexartiger Tränenproduktion führen z.B. Staub, Russ, zu geringe Luftfeuchtigkeit, Bildschirmverwendung bei der Arbeit und Freizeit, Kontaktlinsen, große Temperaturunterschiede (z.B. im Winter - Heizungsluft/Frischluft), Wind, helles Licht durch Sonneneinstrahlung
  • Allergien und Unverträglichkeiten
    Allergische Reaktion und Unverträglichkeiten können die Augenoberfläche reizen und einen erhöhten Tränenfluss auslösen z.B. Kosmetika und Cremes die am/um das Auge aufgetragen werden, Heuschnupfen und Pollen
  • Erkrankungen und Verletzungen
    Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Fehlstellungen der Lider, verstopfte oder blockierte Tränenkanäle, Erkältung
  • Fehlsichtigkeit
    Eine falsch korrigierte Fehlsichtigkeit kann das Auge ebenfalls reizen und zu einem erhöhten Tränenfluss führen.

Quelle: Optima Pharmazeutische GmbH, Wang | www.optimapharma.de

meibom-drüsen-dysfunktion

Meibom-Drüsen-Dysfunktion ist eine der häufigsten Ursachen für Trockene Augen, in der Regel liegt hierbei eine Funktionsstörung der Meibom-Drüsen (auch: Meibomsche Drüsen) vor. Zirka 70 Meibom-Drüsen befinden sich im Ober- und Unterlid des Auges. Meibom-Drüsen sind Talgdrüsen, die ein öliges Sekret bilden das durch den Lidschlag die Lipidschicht des Tränenfilms bildet und diesen vor der Verdunstung schützt. Wenn die Zusammensetzung ihres Sekrets aus dem Gleichgewicht gerät, spricht man von einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion (MDD) – auch hintere Blepharitis genannt.

weiter lesen...

In der Folge kann sich zunächst das Augenlid entzünden und später auch die Binde- und Hornhaut. Betroffene leiden dann unter brennenden Augen und gerötete Lidrändern. Die Entzündung des Lidrandes stört die Lipidschicht des Tränenfilms. Es klingt zwar paradox aber die Form des Trockenen Auges, welche auf einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion basiert, kann mit verstärktem Tränenfluss verbunden sein. Aus diesem Grund sind in diesem Fall tränende Augen ein ernstzunehmendes Warnzeichen. Wenn nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen wird, verschließen sich häufig die Drüsenöffnungen komplett und es entstehen „Hagelkörner“. Vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren sind betroffen.

Die Liderwärmung und -reinigung, die jeweils täglich über drei Monate und länger hinweg erfolgt, ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Gegen das Trockenheitsgefühl helfen u.a. Tränenersatzmittel und liposomales Augenspray. Wer bereits unter einer Meibom-Drüsen-Dysfunktion  leidet, sollte beim Tragen von Kontaktlinsen Vorsicht walten lassen. Die Lidränder sind durch die Entzündung empfindlicher, dies kann dazu führen, dass Kontaktlinsen weniger gut vertragen werden. Umso wichtiger ist hier eine regemäßige Lidrandpflege.

Quelle: Optima Pharmazeutische GmbH, Wang | www.optimapharma.de

gesunde augen

Für weitere interessante Informationen rund um das Thema gesunde Augen empfehlen wir euch die folgende Internetseite:

www.gesunde-augen.weebly.com

Auch findet Ihr dort informative Videos zum Thema Augenerkrankungen:

www.gesunde-augen.weebly.com/videos.html

beraten lassen

© 2016 hoffmann & brillen GmbH  |   Erstellt durch  emandor marketing.